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Mehr Google Actions für Mittweida

Bei unserer zweiten Challenge zu Sprachassistenten stellten sich Studierende der Herausforderung in vier Stunden eine neue funktionierende Action (einen Sprachbefehl) für den Google Assistant zu entwickeln. Das Ergebnis überraschte.

Studien zu Folge nutzen derzeit zwischen 20-30 % der Deutschen einen Sprachassistenten. Alexa, Siri, Cortana oder Google Assistant können aber nur dann passgenau antworten, wenn zuvor bestimme Funktionalitäten – Skills oder Actions – erstellt wurden. Dies war Aufgabe der Veranstaltung „Google Actions für Mittweida“, die am 28. November stattfand. Der Google Assistant, der beispielsweise auf jedem Smartphone verfügbar ist, sollte befähigt werden, auf die folgende Frage mit passenden Vorschlägen zu antworten:

„Hey Google, was ist heute in Mittweida los?“

Wie ein Skill für Alexa in diesen vier Stunden entwickelt werden kann, haben uns die Teilnehmenden der vorausgegangenen Veranstaltung im Mai diesen Jahres mit dem Mensa Skill für Amazons Alexa bewiesen und das, obwohl es eine komplett neue Erfahrung für die Studierenden war. Diese Hürde auch bei der Erstellung der Google Action zu überwinden, war den fünf Studierenden in der zweiten Challenge leider nicht möglich. Am Ende konnte noch keine funktionierende Google Action präsentiert werden.

Kein Sieger und doch alles Gewinner

Faires Wettkampfverhalten und unermüdliches Arbeiten zu später Stunde, auch über die eigentliche Wettkampfzeit hinaus, bewiesen besonderen Willen und Engagement. Um dies zu honorieren, entschied sich die Jury kurzerhand dazu, den Preis aufzuteilen. So erhielt jedes Teammitglied einen 10,-€ Amazon Gutschein.

Der Ehrgeiz wurde geweckt.

Vier Stunden Arbeit ohne Ergebnis? Weit gefehlt! Der Lerneffekt war groß, denn vier der fünf Studierenden hatten den Google Assistant bis zu diesem Zeitpunkt noch nie aus der Entwicklerperspektive betrachtet. Darüber hinaus muss auch das Scheitern gelernt sein, wie Tomás Cabrera vom Co.-Veranstalter Saxeed aus langjähriger Programmiererfahrung weiß: „Es gehört zum Programmieren dazu. Von vielen Wegen, die eigentlich funktionieren sollten, will der Eine gefunden werden, der wirklich das gewünschte Ergebnis erzeugt.“

Nicht zuletzt um das Lernerlebnis zu optimieren, wird es einen Folgeworkshop geben, in dem jeder noch eine funktionierende Action für Mittweida entwickeln kann. Unter Anleitung des Instituts für Energiemanagement und Saxeed soll die Action Schritt für Schritt erstellt werden.

Auch in den vergangenen Challenges ähnlicher Veranstaltungen ist bereits einiges entstanden. Vier Mitglieder des Gewinnerteams 2018 erhielten Werkstudentenverträge beim Hauptsponsor EnviaM. Die aus Indien, der Türkei und Nigeria stammenden Studierenden setzen sich derzeit für den Energiedienstleiter mit innovativen Appideen auseinander. Auch der Mensa Alexa Skill vom Mai 2019 wird von einigen der damaligen Teilnehmer weiterentwickelt.

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